Sammelversand
Wie aus vielen Einzelpaketen eine Sendung wird
Sammelversand ist der Fall, in dem Ware mehrerer Lieferanten an einer Adresse in China zusammenläuft und gemeinsam exportiert wird. Der Nutzen entsteht an drei Stellen: ein Frachtvorgang statt mehrerer, ein Satz Dokumente statt mehrerer, und die Möglichkeit, für den Inlandsversand gepackte Kartons für den Luft- oder Seeweg neu zu stauen.
Die Sammelfrist ist die wichtigste Festlegung
Die häufigste Störung im Ablauf ist keine logistische, sondern eine Entscheidungslücke: Es ist nicht festgelegt, worauf gewartet wird. Legen Sie deshalb vor der ersten Bestellung einen von zwei Auslösern fest.
| Auslöser | Vorteil | Risiko | Passt zu |
| Vollständigkeit | Eine Sendung, minimale Frachtkosten | Ein säumiger Lieferant blockiert alles | Nachschub ohne festen Termin |
| Stichtag | Planbarer Warenausgang | Es entstehen zwei Frachtvorgänge | Saison- und Terminware |
Umpacken wirkt nur bei sperriger Ware
Chinesische Lieferanten packen für den Inlandsversand: reichlich Karton, reichlich Füllmaterial. Für eine Fahrt über 300 Kilometer ist das vernünftig, für einen Flug nach Frankfurt bezahlen Sie damit Luft zum Kilopreis. Ob Umpacken etwas bringt, entscheidet das Verhältnis von tatsächlichem Gewicht und Volumengewicht: Volumengewicht = Länge × Breite × Höhe in Zentimetern ÷ 6000, berechnet wird der größere der beiden Werte.
Keine pauschale Ersparnis. Ob eine Sammelsendung günstiger ist als Einzelversand, hängt an der Zahl der Sendungen, am Verhältnis von Gewicht zu Volumen, an der Transportart und an der Route. Bei leichter, sperriger Ware ist der Effekt am größten, bei schwerer kompakter Ware nahe null. Rechnen Sie Ihre Kartons im
Volumengewicht-Rechner durch.
Grenzen
Endkundenverpackungen müssen unversehrt bleiben. Empfindliche Artikel brauchen ihre eigene Polsterung. Gefahrgut und Waren mit Transportbeschränkung sind je nach Transportart ausgeschlossen oder nur getrennt zulässig. Und unabhängig davon, was im selben Karton liegt: In der Packliste bleiben Positionen mit unterschiedlichen Warennummern getrennt ausgewiesen — sonst fehlt bei der Einfuhranmeldung die Grundlage.